Sportarten

Rennrodeln

Beschreibung

Bei dieser Disziplin rasen die Athleten mit 140 km/h eine Eisbahn hinunter und verlassen sich auf ihre Reflexe und Körperbalance, um den Schlitten zu steuern. Allerdings haben sie, anders als im Bob, keinen Schutz, wenn sie einen Fehler machen.

Kuriositäten

RENNRODELN

SCHWEIZER URSPRÜNGE

Wie das Bobfahren hat auch das Rennrodeln seinen Ursprung als Sportart in der Schweiz. Seine Wurzeln reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, aber erst um 1900 wurden die ersten Rodelbahnen von Schweizer Hotelbesitzern gebaut, um die Nervenkitzel suchenden Touristen zu befriedigen.

DAVOS

Das erste internationale Rennen fand 1883 in Davos statt, auf einer 4 km langen Eisstraße zwischen Davos und dem Dorf Klosters.

OHNE BREMSEN

Die Teilnehmer liegen auf dem Rücken auf einem kleinen Schlitten, die Füße vor sich ausgestreckt, und fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h ohne mechanische Bremsen eine vereiste Strecke hinunter.

OLYMPISCHE GESCHICHTE

Obwohl Rennrodeln eine der ältesten Wintersportarten ist, feierte es erst 1964 bei den Spielen in Innsbruck sein olympisches Debüt mit einem gemischten Mannschaftswettbewerb, einem Herren- und einem Damenwettbewerb. Das Programm hat sich seither nicht verändert. Seit 1976 wird der Sport auf der gleichen Bahn wie der Bob ausgetragen. Das Format mit vier Läufen über zwei Tage ist spezifisch für die Olympischen Winterspiele.

Zwischen 1964 und 1988 wurde die Disziplin von den Ostdeutschen dominiert, die 15 der insgesamt 21 Goldmedaillen gewannen. Einer der unbestrittenen Champions im Rennrodeln ist ein Deutscher: Georg Hackl, der dreimal in Folge Gold gewann, 1994 in Lillehammer, 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City. Zu den sportlichen Legenden gehört auch der Italiener Armin Zöggeler, der mit sechs olympischen Medaillen (zwei Goldmedaillen in den Jahren 2002 und 2006) in sechs aufeinander folgenden Ausgaben der Winterspiele gewonnen hat, die erste und immer noch die einzige, die diesen Meilenstein erreicht hat.